Aufgewachsen auf dem Land. Historische Aufnahmen und Geschichten über Damals im Wendland. Der Landkreis Lüchow Dannenberg als Beispiel für das Leben auf dem Lande im 20. Jahrhundert.



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Buchvorstellung

Damals im Wendland
Geschichten und Fotos vom Dorfleben zwischen Elbe und Drawehn

Das Buch trägt den gleichen Titel wie diese Website. Entsprechend enthält es neben zahlreichen weiteren Fotos und Erzählungen auch Teile dieser Website aus dem Zeitabschnitt zwischen 1890 und 1950.



Format 23 × 31 cm, gebunden, 192 Seiten,
mehr als 400 Fotos (schwarz-weiß), € 24,90
Mai 2008
Edition Limosa, Clenze
ISBN 978-3-86037-345-3
Wie in der Website geht es um Geschichten aus dem Leben jener Menschen, die nicht in die offizielle Geschichtsschreibung eingegangen sind. Und dennoch haben sie nicht nur teilgenommen an der Geschichte, sondern sie auch mitgestaltet. „Denn du schreibst Geschichte mit jedem Schritt ..“ singt die wendländische Deutschrock-Band Madsen. In diesem Sinne habe ich Berichtenswertes zusammengetragen, das von Menschen, die die Dreißiger- und Vierzigerjahre erlebt haben, berichtet wurde. Was deren Eltern und Großeltern über die früheren Jahrzehnte erzählten, wird ergänzt durch Tagebücher, Briefe und Aufzeichnungen von Lehrern und Dorfchronisten. Somit ergibt sich ein Bild des ländlich-dörflichen Lebens zwischen 1890 und 1950.
Um das Alltagsleben auf dem Land sowohl lebensnah als auch authentisch zu schildern, sind alle namentlich genannten Personen nicht erfundene sondern reale Menschen, die gelebt haben oder noch leben. Die Bilder stammen aus den Nachlässen oder Sammlungen der dargestellten Personen und Zeitzeugen, ergänzt durch Fotos aus Archiven.
Bei allen Recherchen hat es mich gereizt, die Verknüpfungspunkte der Einzelbiographien herauszusuchen und damit die Personen in den Zusammenhang ihres sozialen Umfelds zu stellen. Daraus ergab sich ein Netz von Beziehungen, das es mir ermöglichte, in einer fortlaufenden Gesamterzählung mit nur wenigen Sprüngen die Lebensgeschichten miteinander zu verbinden. Die Leserinnen und Leser mögen sich wie ich in die jeweilige Zeit versetzen und bei der einen oder anderen Begegnung annehmen, dass es genau so gewesen sein kann. Denn eine gewisse „dichterische Freiheit“ habe ich mir erlaubt, die sich aber eng an vorliegende Briefe, Tagebücher und mündliche Überlieferungen hält.
Das Leben in den Städten der Region und die zahlreichen Entwicklungen der ereignisreichen Zeit werden aus der Sicht der Dorfbewohner betrachtet. Die subjektive Wahrnehmung der Welt soll im Mittelpunkt stehen. Naturgemäß ergibt sich, kurz gesagt, die Beobachtung: Was auch immer geschieht, die Kühe müssen gemolken werden. Dennoch überrascht die rege Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und besonders auch an Politik. Eine weltferne Beschränkung auf das eigene Dorf mag den Umständen entsprechend bei vielen Bewohnern vorhanden gewesen sein, aber ein grundsätzliches Interesse an Politik zeigt sich schon zu Kaisers Zeiten an hohen Wahlbeteiligungen.
 
Zwischen Schutschur, Gummern und Thune spielen sich zwischen 1890 und 1950 Geschichten ab, die in diesem Buch trotz ihrer Alltäglichkeit in fesselnder Weise geschildert und in einen Zusammenhang gebracht werden, der ein Gesamtbild des Lebens auf dem Lande entstehen lässt. Dabei sind die Fotos nicht einfach eine Ergänzung, sondern beteiligen sich quasi selbst an der Erzählung.
Mit dem Ziel einer authentische Darstellung der „Geschichte des kleinen Mannes“ handeln in diesem Buch reale Menschen, die einen Namen haben, in existierenden Orten in einer bestimmten Zeit.
Ob Kapellmeister, Dorfschullehrer, Großbauer oder Knecht, ob Gastwirtin oder Magd – sie alle nehmen an der Geschichte teil und gestalten sie mit. Aus ihrem Blickwinkel betrachtet, erhält das Geschehen jener ereignisreichen Jahrzehnte eine facettenreiche Darstellung.
Obwohl naturgemäß das regional Typische hervortritt, kann die Darstellung doch als Beispiel für einen größeren Raum in Norddeutschland gelten.
Wort und Bild werden gleichermaßen den Leser in eine Zeit versetzen, die von jetzigen Großeltern und Urgroßeltern zum Teil noch erlebt wurde, aber für die Nachkriegsgenerationen eine ferne Vergangenheit ist.


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