Aufgewachsen auf dem Land. Historische Aufnahmen und Geschichten über Damals im Wendland. Der Landkreis Lüchow Dannenberg als Beispiel für das Leben auf dem Lande im 20. Jahrhundert.



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Jameln
Gestern und Heute

Der Rundling vor hundert Jahren im Vergleich zu heute.

Mit alten Fotos von Michael Kablitz

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Das Dorf Jameln war bis 1972 selbständige Gemeinde und hatte damals 190 (heute 230) Einwohner. Seit der Gemeindereform gehören weitere 12 Siedlungen zur Gemeinde Jameln. Aber der größere Ort und Sitz der Gemeinde ist das benachbarte Breselenz. Weil der gemeinsame Sportverein schon "Germania Breselenz" hieß, hat man der Gemeinde den Namen "Jameln" zugestanden.
Mit größeren Neubaugebieten wachsen jetzt beide Ortsteile zusammen.


                               Der Rundling von Jameln.                                     www.googlemaps

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile:
Breese im Bruche
Breselenz
Breustian
Jameln
Langenhorst
Mehlfien
Platenlaase
Teichlosen
Volkfien
Wibbese
Hoheluft
Jamelner Mühle
Krammühle
 

1996 wurde Jameln weltbekannt, als der Jamelner körperbehinderte Landwirt Adi Lambke (www.Lambke) bei einer Anti-Castor-Aktion vor laufenden Fernsehkameras von Polizisten blutig geschlagen wurde.


 

Wir machen einen Rundgang durch das alte Dorf Jameln mit dem Rundling als Ortskern und der abseits gelegenen Jamelner Mühle.

 

Fußball wurde hier immer schon großgeschrieben und während in manchem Rundling der Dorfplatz eingezäunt ist ("Betreten verboten") wird er in Jameln als Bolzplatz genutzt.
 
Das von Bernhard Kraul erbaute Haus. Heute: Gabriele Becker mit "Kunst auf Seide" www.gabrielebecker.de.
 

Der Dorfplatz mit dem Spritzenhaus, das nicht mehr benötigt wird, da die Feuerwehr an der Straße nach Breselenz ein neues Feuerwehrhaus bauen konnte.

Der Rundling hat eine zweite Zufahrt neben dem Hof Lambke.
 

Der ungewöhnlich am Dorfplatz liegende alte Bauerngarten ist schon auf dem Foto von 1903 erkennbar. Er wird von Familie Lambke in traditioneller Weise weitergepflegt.

 

Das "100-Taler-Haus" wird so genannt wird, weil hier der Bauherr 1681 den Baupreis in den Spruchbalken schreiben ließ. Es erfreut sich einiger Berühmtheit, weil kaum ein Buch über Bauernhausarchitektur dieses Haus unerwähnt lässt. Von wechselnden Besitzern wurde es mit viel Feingefühl renoviert und nutzbar erhalten. Das wissen auch die neuen Eigentümer zu schätzen.
 

Das Haus von Peters (1905 beim ersten Fest der Jamelner Feuerwehr) wurde durch ein neues Haus ersetzt.

 

Ebenso gibt es an der Stelle des alten Hauses Möller heute einen Neubau.

 


Die nächsten drei Häuser sind ebenfalls durch neue ersetzt. Dabei wurden auch die Bauplätze neu geordnet.

 


Hauf und (zurückgesetzt) Boithling.

Der Hof von Hennings .

 
 


Eines der ältesten Zweiständerhäuser im Wendland hat Familie Dost hervorragend als Feriendomizil ausgebaut: www.'De lüt Ferienhof - Jameln'.

 
 


 

Auf dem angrenzenden freien Platz standen zwei Häuser der Familie Tribian und wurden von Bothmers bewohnt. Sie existieren nicht mehr.

 

Wann diese Häuser ersatzlos abgerissen wurden, ist nicht bekannt.

 

Die Weberkate und das Alte Haus.

 


Die reetgedeckte Weberkate wurde 1791 tatsächlich als Weberwerkstatt und Leinenlager der Familie Kraul gebaut.


Waghalsige Dachausbesserung in den Dreißiger Jahren. Ursprünglich wurde mit Roggenstroh gedeckt.
 

Das Alte Haus  -  Heute Restaurant.

 


Foto: Angelika Straub, Regionalbüro.

http://www.wendland-elbetal.de

Die erste Biogas-Tankstelle Deutschlands wurde 2006  in Jameln eröffnet. Initiiert wurde die Anlage vom Verein "Region Aktiv Wendland/Elbetal". Das ist ein Zusammenschluss von regionalen Unternehmen und Kommunen zur Realisierung zukunftsweisender Regionalentwicklung. Betreiber ist die RWG Jameln, die auf ihrem Gelände am Bahnhof das Biogas erzeugt und für gasgetriebene Motorfahrzeuge aufbereitet. Über eine Leitung wird es zur Tankstelle an der Jamelner Ortsdurchfahrt (B248) gebracht.
 


Raiffeisen Warengenossenschaft (RWG) in Jameln beim Bahnhof.

 
Das Gebäude des Bahnhofs Jameln ist stilgerecht renoviert und bewohnt. 
Im Übrigen entwickelt sich das Bahngelände langsam zum Biotop. Aber es hat noch ein wenig Hoffnung, bald wieder von einer Bio-Diesel oder Biogas angetriebenen Regionalbahn genutzt zu werden.


Weitere Fotos vom Bahnhof:

 

 

Zwischen Jameln und Langenhorst überquert man den Grabower Mühlenbach, der sich mit dem Breselenzer Mühlenbach vereinigt und und als Kanal in die Neue Jeetzel geführt wird. Am Zusammenfluss der beiden Mühlenbäche liegt die Jamelner Mühle, die noch bis in die siebziger Jahre betrieben wurde.
Die Bäckerei "Jamelner Mühle" wird von dem Inhaber H. Hiddessen weitergeführt.
 

Bis 1962 hatte die Durchgangsstraße noch Kopfsteinpflaster. Heute braucht man zur Aufnahme eines  Vergleichs- fotos etwas Geduld. (Siehe mouseover).

Wo hier der Trecker fährt, stand bis 1990 eine Scheune des Kablitzschen Hofes. Für eine zweckmäßigere Einmündung wurde die Straße von Langenhorst verlegt und die Scheune musste weichen.

 


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Und im März 2010 hat Michael Kablitz das Gasthaus seiner Großeltern als
Wohlfühlcafè Grappenkopp neu eröffnet. www.grappenkopp.de

 

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